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ASM vs. SSM Elektromotoren: Was treibt die elektrische Zukunft von BMW wirklich an?

  • 12. März
  • 2 Min. Lesezeit

Wer heute in einen BMW i4, i7 oder den mächtigen iX steigt, erlebt das typische „Freude am Fahren“-Gefühl: unmittelbarer Schub, lautlose Kraft und beeindruckende Präzision. Doch während viele E-Auto-Hersteller auf Standardlösungen setzen, geht BMW unter der Haube (oder besser: an den Achsen) einen ganz eigenen Weg.

Vielleicht sind dir in technischen Datenblättern schon die Abkürzungen ASM und SSM begegnet. Aber was bedeuten sie für dein Fahrerlebnis und warum verzichtet BMW eigentlich auf Magnete? Tauchen wir ein in die Welt der bayerischen E-Motoren-Magie.


Die SSM (Stromerregte Synchronmaschine)

Die meisten Elektroautos nutzen Permanentmagnete (oft aus Neodym), um den Motor anzutreiben. BMW sagt bei der aktuellen 5. Generation des eDrive jedoch: „Nein danke.“ Stattdessen setzen sie auf die SSM.


Wie funktioniert das?

Anstatt auf natürliche Magnete zu setzen, verbaut BMW im Rotor des Motors Kupferspulen. Erst wenn Strom durch diese Spulen fließt, werden sie magnetisch. Man spricht von „fremderregt“ oder „stromerregt“.


Warum macht BMW das?

  • Nachhaltigkeit pur: Da keine Permanentmagnete verbaut sind, braucht BMW keine Seltenen Erden. Das schont die Umwelt und macht die Lieferketten unabhängiger.

  • Effizienz auf der Autobahn: Ein Magnetmotor bremst immer ein kleines bisschen mit, wenn man kein Gas gibt (Schleppmoment). Beim SSM schaltet BMW den Strom im Rotor einfach ab – das Auto „segelt“ extrem effizient dahin.

  • Dampf in allen Lebenslagen: Während viele E-Motoren bei hohen Drehzahlen an Puste verlieren, bleibt die SSM über ein sehr breites Band kraftvoll.


Die ASM (Asynchronmaschine)

Wenn du ein xDrive-Modell (Allrad) fährst, arbeitet meist ein zweiter Motor an der Vorderachse. Hier kommt oft die ASM ins Spiel.


Die Rolle des „Backups“

Die Asynchronmaschine ist der unkomplizierte Arbeiter. Sie wird durch Induktion magnetisch – ein physikalisches Prinzip, das ohne direkten Kontakt auskommt.


  • Der Vorteil: Wenn du entspannt auf der Landstraße fährst und keinen Allradantrieb brauchst, läuft die ASM an der Vorderachse einfach völlig widerstandsfrei mit. Sie „frisst“ keinen Strom und bremst dich nicht aus.

  • Der Boost: Sobald du voll aufs Pedal trittst, wacht die ASM in Millisekunden auf und liefert massives Drehmoment für den perfekten Ampelstart oder Überholvorgang.


Der Vergleich:

Feature

SSM (Hinten/Hauptmotor)

ASM (Vorne/Allrad-Support)

Magnete

Elektromagnete (Kupfer)

Keine (Induktion)

Seltene Erden

0 %

0 %

Stärke

Dauerhaft Effizienz & Dynamik

Robustheit & "Segel" - Fähigkeit

Fahrgefühl

Hochpräzise Dosierung

Kraftvoller Support bei Bedarf


Technik, die man spürt (aber nicht sieht)

BMW hat sich gegen den einfachen Weg entschieden. Die Entwicklung der stromerregten Synchronmaschine (SSM) ist aufwendiger, zahlt sich aber aus: Mehr Nachhaltigkeit, keine Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen und eine Effizienz, die besonders auf Langstrecken glänzt.

Es ist diese Kombination aus Ingenieurskunst und ökologischem Gewissen, die die aktuelle i-Flotte so besonders macht. Ob du nun lautlos durch die Stadt gleitest oder auf der Autobahn die linke Spur nutzt – ASM und SSM arbeiten im Hintergrund perfekt zusammen.


Quelle: BMW Press Group

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