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BMW bringt die Zukunft nach Deutschland: Humanoide Roboter erobern das Werk Leipzig

  • 27. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit
AEON Roboter im Werk Leipzig
AEON Roboter im Werk Leipzig

Die Zukunft der Automobilproduktion sieht ein kleines bisschen menschlicher aus – zumindest, was die Statur der neuesten „Mitarbeiter“ angeht. Die BMW Group hat angekündigt, im Werk Leipzig erstmals humanoide Roboter in der deutschen Fertigung einzusetzen.

Hinter diesem Schritt steckt die sogenannte „Physical AI“. Damit ist die Verbindung von digitaler künstlicher Intelligenz mit realen Maschinen gemeint, die es Robotern ermöglicht, komplexe Aufgaben in einer echten Produktionsumgebung autonom zu bewältigen.


Der neue Kollege in Leipzig von AEON

In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Partner Hexagon pilotiert BMW in Leipzig den Roboter AEON. Das Besondere an AEON:

 

  • Multifunktionalität: Sein menschenähnlicher Korpus kann flexibel mit verschiedenen Greif- oder Scan-Werkzeugen ausgestattet werden. 

  • Einsatzgebiete: Er wird in der Montage von Hochvoltbatterien und in der Komponentenfertigung getestet. 

  • Zeitplan: Nach ersten Tests Ende 2025 folgt im April 2026 ein weiterer Probelauf, bevor im Sommer 2026 die eigentliche Pilotphase startet.


Erfolg in den USA: 1,2 Millionen Schritte für den BMW X3

Dass humanoide Roboter nicht nur Laborexperimente sind, hat BMW bereits im US-Werk Spartanburg bewiesen. Dort arbeitete der Roboter Figure 02 zehn Monate lang im Karosseriebau.

 

Die Bilanz des US-Piloten ist beeindruckend:


Leistung von Figure 02


Produzierte Fahrzeuge: Unterstützung bei über 30.000 BMW X3


Bewegte Bauteile: Über 90.000 Blechteile für den Schweißprozess


Betriebsstunden: Rund 1.250 Stunden im 10-Stunden-Schichtbetrieb


Laufleistung: Etwa 1,2 Millionen Schritte


Der Roboter übernahm dabei präzise, körperlich ermüdende Aufgaben, wie das millimetergenaue Positionieren von Blechteilen. Das Ergebnis? Die Akzeptanz unter den menschlichen Kollegen war hoch, und der Roboter wurde schnell zum selbstverständlichen Teil des Alltags.


Das Gehirn hinter der Technik: Center of Competence

BMW überlässt den Fortschritt nicht dem Zufall. Mit dem neu gegründeten „Center of Competence for Physical AI in Production“ bündelt der Konzern sein Wissen, um KI und Robotik global voranzutreiben.


„Die Symbiose aus Ingenieurskompetenz und künstlicher Intelligenz eröffnet in der Produktion vollkommen neue Möglichkeiten“, sagt Milan Nedeljković, Produktionsvorstand der BMW AG.„


Das Ziel ist dabei klar definiert: Roboter sollen keine Menschen ersetzen, sondern sie bei monotonen, ergonomisch schweren oder sicherheitskritischen Tätigkeiten entlasten.


Was bedeutet das für die BMW iFACTORY?

Die Integration dieser intelligenten Agenten ist ein Kernpfeiler der BMW iFACTORY. Dank einer einheitlichen Datenplattform können diese Roboter kontinuierlich lernen und immer anspruchsvollere Aufgaben übernehmen. Es ist ein Paradigmenwechsel: Vom starren Automaten hin zum lernfähigen, physischen Partner im Werk.



Quelle: BMW Press Group

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