Der neue BMW iX5 (G65) 60 xDrive - Erstmals eine Reichweite von 1000km?
- 4. Mai
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Der nächste Quantensprung in der Elektromobilität: BMW legt mit dem iX5 die Messlatte für Reichweite und Batterietechnologie komplett neu.
Eine Batterie, die alles verändert
Es war eigentlich kein offizieller Launch, kein Event mit rotem Teppich – sondern ein nüchternes Dokument der US-Umweltbehörde EPA, das die Welt der Elektroautos auf den Kopf gestellt hat. BMW hat für das Modelljahr 2027 Zertifizierungsunterlagen eingereicht, und die darin enthaltenen Zahlen sind schlicht spektakulär: Der neue BMW iX5 60 xDrive wird mit einem Akku von 147,8 kWh Bruttokapazität ausgeliefert – der mit Abstand größte Akku, den BMW je in ein Serienfahrzeug verbaut hat.
Zum Vergleich: Der aktuelle BMW iX xDrive50 kommt auf rund 111 kWh. Der iX5 60 übertrifft das um mehr als ein Drittel. Selbst der vor Kurzem aktualisierte i7 mit 112,5 kWh wirkt dagegen bescheiden. BMW positioniert sich mit diesem Schritt ganz klar als Reichweiten-Champion im Premium-Segment – und macht damit dem Porsche Cayenne Electric, dem Mercedes EQS SUV und dem kommenden Range Rover Electric direkt Konkurrenz.
Die Technik dahinter
Das Herzstück des iX5 sind zylindrische Zellen im Format 46120. Mit einer Kapazität von 210 Amperestunden pro Zelle bei einer Spannung von rund 704 Volt ergibt sich mathematisch exakt die kolportierte Bruttokapazität von 147,8 kWh. BMW verzichtet dabei auf eine klassische Modulbauweise und setzt auf Cell-to-Pack – die Zellen werden direkt in das Gehäuse integriert, was Gewicht spart und die Energiedichte erhöht. Insgesamt kommen 960 Zellen zum Einsatz.
Der Antrieb erfolgt über zwei Elektromotoren: Vorne leistet ein Synchronmotor 184 kW (250 PS) mit 305 Nm, hinten übernimmt ein stärkerer Synchronmotor mit 240 kW (326 PS) und 500 Nm. Die Systemleistung beträgt damit rund 424 kW – also 577 PS. Und das ist noch nicht einmal die Hochleistungsvariante.
1.000 km – Realität oder Marketing?
Die große Frage: Schafft der iX5 60 xDrive tatsächlich 1.000 Kilometer nach WLTP? Rechnerisch ist es möglich – aber nur unter einer entscheidenden Bedingung: einem Verbrauch von weniger als 14,8 kWh auf 100 Kilometer. Das ist für ein Fahrzeug dieser Größe ambitioniert, aber nicht utopisch – vor allem dank des hocheffizienten 800-Volt-Antriebsstrangs.
Realistischer ist ein Wert um die 900 km nach WLTP, bei einem Verbrauch von etwa 15,5–16 kWh/100 km. Selbst das wäre ein absoluter Bestwert im Segment. Im Alltag – bei Tempo 130 auf der Autobahn und winterlichen Temperaturen – dürfte sich die Reichweite auf 500 bis 600 km einpendeln. Und auch das ist absolut praxistauglich.
Design & Plattform: Neue Klasse trifft X5
Spionagefotos zeigen den iX5 mit bündig integrierten Türgriffen für weniger Luftwiderstand. Das Design orientiert sich am Neue-Klasse-Vokabular: schmale, vertikal gestapelte Nieren, große Glasflächen und ein sauberes Seitendesign. Innen setzt BMW auf das aus dem iX3 bekannte Panorama-Display und ein vollständig digitales Cockpit.
Die Plattform ist eine Besonderheit: Der iX5 teilt sich die CLAR-Architektur mit dem konventionellen X5. BMW baut also keinen reinen EV-Unterbau, sondern integriert die 800-Volt-Technologie in eine adaptierte Multienergy-Plattform – was auch Mildhybrid-, PHEV- und Wasserstoff-Varianten ermöglicht.
Wann kommt der iX5?
Die Produktion in Spartanburg, South Carolina, soll im Sommer 2026 anlaufen. Eine offizielle Präsentation wird für Juli 2026 erwartet, die Markteinführung als Modelljahr 2027 – also voraussichtlich ab Herbst/Winter 2026. Einen Preis hat BMW noch nicht kommuniziert, ein Einstiegspreis deutlich über 100.000 Euro ist jedoch zu erwarten.
Das Ende der Reichweitenangst
Der BMW iX5 60 xDrive ist mehr als ein neues Elektroauto. Er ist ein Statement – dafür, dass die Reichweitenangst für Premium-SUV-Kunden endgültig der Vergangenheit angehört. 147,8 kWh Bruttokapazität, 800-Volt-Architektur, Cell-to-Pack-Bauweise und bis zu 1.000 km Zielreichweite: Das sind Zahlen, die selbst überzeugten Verbrenner-Fahrern zu denken geben sollten. Wir sind gespannt.
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Quellen: BMW Press Group, Google, Instagram, Erfahrungen aus dem Auto Gewerbe
Hilfsmittel: Für die Grammatik der Texte nutze ich Google Gemini und Claude




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