BMW M5 LCI (G90/G99) - Was wir bis jetzt wissen zum Facelift zum Modell Jahr 2028
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Aktualisiert: vor 3 Tagen

Bereits wenige Monate nachdem der BMW M5 der aktuellen Generation (G90/G99) zu den Händlern rollte, tauchten erste Erlkönig-Aufnahmen des überarbeiteten Modells auf. Normalerweise vergehen mehrere Jahre, bis BMW Hand an ein frisch lanciertes Fahrzeug legt – doch das LCI (Life Cycle Impulse) scheint diesmal besonders früh angesetzt.
Ein Facelift mit Ansage
Laut übereinstimmenden Berichten von BMW-Insidern und BMWBLOG soll die Produktion des überarbeiteten M5 LCI im Juli 2027 anlaufen. Eine offizielle Weltpremiere ist damit frühestens im zweiten Halbjahr 2027 zu erwarten – als Modelljahr 2028.
Frühere Prototypen ließen auf radikale Neue-Klasse-Einflüsse schließen. Neuere Sichtungen zeigen: BMW setzt auf Kontinuität – außen. Im Cockpit hingegen kündigt sich eine echte Revolution an.
Die Entwicklungsgeschichte des M5 LCI ist dabei selbst bemerkenswert: Während frühe Prototypen noch eine Neue-Klasse-inspirierte Front mit Nieren zeigten, die sich zu den Scheinwerfern hin öffneten, revidierten spätere Erlkönige diesen Look wieder in Richtung einer klassischeren BMW-Optik.
Exterieur – Schmal, breit, fokussiert
Unübersehbar an den aktuellen Erlkönig-Fotos sind die vorne wie hinten deutlich verbreiterten Kotflügel, die schon von weitem auf den sportlichen Anspruch des M5 hinweisen und Platz für die tiefgreifend modifizierte Fahrwerkstechnik schaffen.
Die Frontgestaltung legt den Schwerpunkt stärker auf die Fahrzeugbreite. Dazu trägt eine neu gezeichnete untere Frontschürze bei, deren Luftöffnungen durch mehrere vertikale Segmente strukturiert sind. Ein zusätzlicher Lufteinlass oberhalb des Kennzeichens ergänzt die Kühlung. Auffällig sind außerdem schmalere Scheinwerfereinheiten sowie neu proportionierte Nieren, die insgesamt flacher wirken als bisher. Das Gesamtbild: gestrafft, ausgewogener, und mit weniger optischer Lautstärke als der aktuelle G90.
Änderungen im Überblick: deutlich verbreiterte Kotflügel vorne und hinten, neue flachere Nieren, schmalere aggressivere Scheinwerfer, neue Motorhaube, überarbeitete Frontschürze mit zusätzlichem Lufteinlass und vertikalen Streben, Klarglasrückleuchten mit weißen Einlegern die im Ruhezustand auf Mattweiß schalten, möglicher Entfall des Mittelstegs am Heck sowie neue Felgendesigns und frische Außenfarben.
Bemerkenswert: Frühe Erlkönige zeigten an der Front Hauptscheinwerfer, die in ein quer verlaufendes Designelement integriert waren – ein klarer Neue-Klasse-Einfluss. Neuere Prototypen revidieren dies wieder. BMW-Quellen bestätigen: Der M5 LCI baut auf bestehender Formensprache auf, nicht auf dem Neue-Klasse-Konzept.
Interieur – iDrive X & Panoramic Vision
Wenn das Exterieur des M5 LCI als behutsame Evolution gilt, ist das Interieur das genaue Gegenteil: eine technologische Revolution. BMW rollt mit dem Facelift sein neues iDrive X-System aus – dasselbe, das bereits im neuen iX3 debütiert hat.
Das neue Panoramic Vision-System projiziert fahrrelevante Informationen über die gesamte Breite des unteren Windschutzscheibenrandes. Auf der Fahrerseite ersetzt die Projektion das bisherige digitale Kombiinstrument, der mittlere Bereich dient Navigation und Medien, während die Beifahrerseite Wetter, persönliche Widgets und ähnliche Inhalte anzeigen kann.
Weitere Innenraum-Änderungen: iDrive X mit großem Zentraldisplay bis 17,9 Zoll, 3D-Head-Up-Display aus dem iX3, optionaler Beifahrer-Bildschirm, neues Lenkrad mit Squircle-Form und Speichen auf 4- und 7-Uhr-Position, kein iDrive-Drehregler mehr, neuer schlanker Getriebewahlhebel analog zum iX3 sowie mehr Alcantara im Innenraum.
Der klassische iDrive-Drehregler auf der Mittelkonsole wird verschwinden. Die Bedienung soll künftig primär über Sprache, Touch am zentralen Display und haptische Tasten am neu gestalteten Lenkrad erfolgen. Das ist eine Entscheidung, die BMW-Fans spalten wird.
Antrieb & Technik – V8 bleibt, aber Euro 7 greift
Beim Herzstück bleibt BMW der bewährten Formel treu: Der 4,4-Liter-V8-BiTurbo (S68) als Teil des Plug-in-Hybrid-Systems soll auch im LCI erhalten bleiben. BMW hat den Motor in Europa für Euro 7 auf den Miller-Zyklus umgestellt, was den Verbrenner allein rund 41 PS kostet – von 585 PS auf 544 PS. Der Verlust wird durch einen stärker eingebundenen Elektromotor vollständig kompensiert. Die Systemleistung bleibt bei 727 PS und 1.000 Nm. US-Modelle sind von der Drosselung nicht betroffen.
Die große Frage – Muss der M5 wirklich ein Plug-in sein?
Die wohl heißeste Debatte rund um den M5 LCI dreht sich nicht um Design oder Cockpit – sondern um den Antriebsstrang. Muss ein M5 ein Plug-in-Hybrid sein?
Der aktuelle G90 bringt durch seinen großen Akku rund 450 kg Mehrgewicht gegenüber dem Vorgänger F90 mit. Das schlägt sich im Fahrverhalten nieder: weniger Agilität, mehr Trägheit – gerade auf der Rennstrecke, wo der Akku irgendwann leer ist und nur noch ein schwerer V8 ohne E-Unterstützung übrig bleibt.
Das Rezept liegt bereits im BMW-Regal: Der S68-V8 kommt nicht nur im M5 zum Einsatz, sondern auch in den M60i-Versionen des X5, X7 und der neuen 7er Reihe – dort als 48-Volt-Mildhybrid, ohne großes Akkupaket, ohne Ladekabel, bereits Euro-7-konform und rund 300–400 kg leichter als das PHEV-System.
Ein Mildhybrid-M5 wäre zwar etwas weniger leistungsstark, aber deutlich leichter, agiler und ehrlicher in seinem Charakter als Fahrerdynamik-Fahrzeug. Der neue M3 G84 macht es bereits vor und setzt auf Mildhybrid statt PHEV. Beim geplanten X5 M (G95) berichten Insider, dass BMW bewusst auf das PHEV-System verzichtet – entweder vollelektrisch oder Mildhybrid, ohne die schwere Mittellösung.
Ein reiner Verbrenner-M5 wäre aus regulatorischen Gründen in Europa heute kaum mehr darstellbar. Ein Mildhybrid hingegen schon. Die endgültige Entscheidung liegt bei BMW – und sie wird für Diskussionen sorgen, egal wie sie ausfällt. Offizielle Bestätigung gibt es bis jetzt keine.
Leiser außen, lauter innen
Der BMW M5 LCI präsentiert sich als Fahrzeug mit gespaltener Persönlichkeit – und das im besten Sinne. Das Exterieur gibt sich besonnen: keine radikale Neue-Klasse-Kur, sondern ein evolutionäres Refinement mit schärferen Proportionen und besserer Detailqualität.
Das Interieur erzählt eine völlig andere Geschichte. Die Abkehr vom iDrive-Drehregler, das Panoramic-Vision-Cockpit, das neue Lenkrad – das sind keine kosmetischen Retuschen, sondern ein technologischer Quantensprung. Und die offene Antriebsstrang-Frage könnte dem LCI noch eine weitere, entscheidende Dimension hinzufügen: Wird der M5 schlanker, leichter, purischer? Oder bleibt er der mächtige PHEV-Koloss?
727 PS Systemleistung, 1.000 Nm, 3,5 Sekunden auf 100 km/h – und jede Menge offene Fragen. Der M5 LCI bleibt das spannendste BMW-Projekt des kommenden Jahr 2027.
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Quellen: BMW Press Group, Google, Instagram, Erfahrungen aus dem Auto Gewerbe
Hilfsmittel: Für die Grammatik der Texte nutze ich Google Gemini und Claude




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