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Aschheim, Miramas, Arjeplog, Sokolov: Die Testgelände der BMW Group im Überblick.

vor 6 Tagen
3 Min. Lesezeit
Bevor ein neues Modell zu den Händlern rollt, hat es ein Vielfaches seiner späteren Lebensdauer bereits auf geheimen Erprobungsstrecken verbracht. Die BMW Group unterhält dafür vier eigene Testzentren rund um den Globus – jedes mit einem klaren Auftrag und eigenen klimatischen sowie technischen Voraussetzungen. Wir zeigen, wo die Marken BMW, MINI, Rolls-Royce und BMW Motorrad auf Herz und Nieren geprüft werden.

Aschheim bei München: der Ursprung

Das älteste Testgelände der BMW Group liegt nur wenige Autominuten von der Entwicklungszentrale in München entfernt. Seit 1971 in Betrieb, bildet Aschheim das Rückgrat der täglichen Erprobungsarbeit – von ersten Prototypenfahrten bis zu Feinabstimmungen kurz vor Serienanlauf. Die Nähe zur Entwicklung in München erlaubt kurze Wege zwischen Konstruktion, Simulation und realer Testfahrt.


Mitte der Achtzigerjahre stiess die Kapazität in Aschheim allerdings an ihre Grenzen – der Modellumfang wuchs, und mit ihm der Bedarf an zusätzlichen Testkilometern. Das führte 1986 zum nächsten grossen Schritt.



Miramas: das ganzjährige Herzstück in Südfrankreich

Für rund 4 Millionen Euro Investitionen pro Jahr erwarb BMW 1986 die frühere Rennstrecke Autodrome de Miramas bei Istres, unweit von Marseille, vom bisherigen Betreiber Kléber. Die Anlage feierte 2024 ihr 100-jähriges Bestehen als Rennstrecke – seit 1937 hatte dort kein Motorsport mehr stattgefunden, ehe BMW dem Areal neues Leben einhauchte.

Der grosse Vorteil von Miramas: das milde südfranzösische Klima erlaubt praktisch ganzjährige Tests, unabhängig von winterlichen Wetterkapriolen. Auf 480 Hektar Fläche und rund 65 Kilometern Teststrecke – darunter Hochgeschwindigkeitsrundkurse, Geländeabschnitte und Handling-Parcours – werden pro Jahr bis zu 4'000 Prototypen bewegt. Kein einziges Serienmodell von BMW, MINI, Rolls-Royce oder BMW Motorrad kommt an Miramas vorbei. Der Standort ist zusätzlich von einer bis zu drei Meter hohen, elf Kilometer langen Mauer umgeben, die neugierige Blicke und Erlkönig-Jäger zuverlässig aussperrt. In den letzten zehn Jahren flossen rund 44 Millionen Euro an Investitionen in die Modernisierung der Anlage.



Arjeplog: Wintertests am Polarkreis

Wenn es um Schnee, Eis und tiefe Minusgrade geht, führt kein Weg an Arjeplog vorbei. Im Norden Schwedens betreibt die BMW Group seit vielen Jahren ein Wintertestareal, das zwischen Dezember und Februar zum Fixpunkt für nahezu die gesamte Automobilindustrie wird. Hier werden ESP-Kalibrierungen, Traktionssysteme und Kaltstartverhalten unter realen arktischen Bedingungen erprobt – Bedingungen, die sich in keiner Klimakammer der Welt exakt simulieren lassen.



Sokolov: das grösste Testgelände der Unternehmensgeschichte

Der jüngste und mit Abstand grösste Zuwachs im BMW-Testportfolio liegt in Tschechien, nahe Karlsbad. Das 2023 eröffnete Future Mobility Development Center (FMDC) Sokolov erstreckt sich über 600 Hektar und ist damit das weltweit grösste Erprobungsgelände der BMW Group. Rund 300 Millionen Euro wurden investiert, über 100 neue Arbeitsplätze entstanden auf dem Gelände einer ehemaligen Bergbauregion.


Sokolov ist exklusiv auf die Erprobung von hoch- und vollautomatisiertem Fahren sowie automatisiertem Parken bis Level 4 ausgelegt und ergänzt damit gezielt die etablierten Standorte Aschheim, Miramas und Arjeplog, die primär der klassischen Fahrzeugerprobung dienen. Die Nähe zu München erlaubt es, virtuell entwickelte Assistenzsysteme aus dem Forschungs- und Innovationszentrum rasch in der Praxis zu testen. Der Standort wurde zudem konsequent nach höchsten Nachhaltigkeitsstandards realisiert und läuft mit 100 Prozent Grünstrom.



Vier Standorte, ein System

Zusammengenommen ergeben die vier Testgelände ein durchdachtes Gesamtsystem:

  • Aschheim – Nähe zur Entwicklung, tägliche Erprobungsarbeit

  • Miramas – ganzjährige Tests unter mildem Klima, grösste Testflotte

  • Arjeplog – Extremtests bei Schnee und Eis

  • Sokolov – Zukunftstechnologien wie automatisiertes Fahren und Parken


Jeder Standort deckt damit ein eigenes klimatisches oder technologisches Fenster ab – vom klassischen Ausdauertest bis zur Erprobung von Level-4-Systemen. Für uns als Beobachter der Marke zeigt dieses Netzwerk eindrücklich, wie viel unsichtbare Entwicklungsarbeit hinter jedem neuen BMW, MINI oder Rolls-Royce steckt, bevor er überhaupt beim Händler steht.


Meine Blog Artikel erstelle ich aus folgenden Quellen und Hilfsmittel:

Quellen: BMW Press Group, Google, Instagram, Erfahrungen aus dem Auto Gewerbe

Hilfsmittel: Für die Grammatik der Texte nutze ich Google Gemini und Claude








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