BMW Group Q3 2026: Europa und USA wachsen, China bremst – und jedes dritte Auto in Europa fährt elektrisch.

Die BMW Group hat ihre Absatzzahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2026 veröffentlicht. Das Bild ist zweigeteilt: Wachstum in Europa und den USA, deutliche Verluste in China. Und mittendrin ein Modell, das alle Rekorde bricht – der neue BMW iX3.
Die Eckdaten auf einen Blick
Von Januar bis September 2026 hat die BMW Group weltweit 1'707'799 Fahrzeuge ausgeliefert. Das entspricht einem Rückgang von -4,9 % gegenüber dem Vorjahr. Im dritten Quartal allein waren es 551'072 Einheiten (-6,3 %).
Der Blick auf die Regionen zeigt aber, wo die Musik spielt – und wo nicht:
Region (BMW & MINI) | Q3 2026 | ggü. Vorjahr | Jan.–Sept. 2026 | ggü. Vorjahr |
Europa | 235'628 | +2,7 % | 732'279 | +4,5 % |
Deutschland | 74'697 | +2,1 % | 224'149 | +7,5 % |
USA | 106'741 | +2,5 % | 307'402 | +3,4 % |
Amerika gesamt | 129'190 | +2,6 % | 373'234 | +2,8 % |
China | 114'355 | -24,8 % | 376'128 | -21,8 % |
«Fourth Pillar»* | 70'830 | -10,8 % | 222'556 | -10,0 % |
*Asien-Pazifik, Osteuropa, Mittlerer Osten, Afrika
Europa und die USA legen also zu, während China und die übrigen Märkte den Gesamtabsatz nach unten ziehen.
Elektro-Boom in Europa: Jedes dritte Fahrzeug ist ein BEV
Die spannendste Zahl der Mitteilung betrifft die Elektromobilität. Im dritten Quartal lieferte die BMW Group weltweit 110'257 vollelektrische Fahrzeuge aus – ein Plus von 7,2 %.
In Europa ging es noch deutlich steiler nach oben: 81'941 BEV bedeuten ein Wachstum von +37,5 %. Damit war im dritten Quartal jedes dritte in Europa ausgelieferte Fahrzeug der BMW Group vollelektrisch (34,7 %). In Deutschland wuchs der BEV-Absatz sogar um +38,5 %.
Zur Einordnung: Über die gesamten neun Monate liegt der weltweite BEV-Absatz mit 314'552 Einheiten noch leicht im Minus (-2,7 %). Das dritte Quartal markiert also eine klare Trendwende – und die hat vor allem einen Namen.
Der BMW iX3 als Wachstumstreiber
Der neue BMW iX3, das erste Serienmodell der Neuen Klasse, hat laut BMW innerhalb eines Jahres über 100'000 Auftragseingänge allein in Europa gesammelt. BMW spricht vom erfolgreichsten Marktstart eines Modells in der Geschichte der BMW Group.
Vertriebsvorstand Jochen Goller bringt es auf den Punkt: Der iX3 setze «starke Wachstumsimpulse im Markt», gleichzeitig erlebe man hohes Kundeninteresse am neuen BMW 3er und am BMW X5. Die Neue Klasse und ihre Technologien stärkten die Position des Konzerns für die kommenden Herausforderungen.
Für China ist der nächste Schritt bereits angekündigt: Im November startet dort die Einführung der China-Version des neuen BMW iX3. Ob das den Abwärtstrend im grössten Einzelmarkt bremsen kann, wird eine der spannendsten Fragen für das vierte Quartal.
Die Marken im Detail
BMW:
Die Kernmarke lieferte bis Ende September rund 1,48 Millionen Fahrzeuge aus (-6,4 %). In Europa gab es ein Plus von +1,4 %, in den USA sogar +4,3 % – und das in einem insgesamt rückläufigen Markt. Getragen wurde das US-Wachstum von den BMW X Modellen. In China verlor BMW dagegen -21,2 %, was laut BMW die Entwicklung des gesamten chinesischen Automarkts widerspiegelt.
BMW M:
Die BMW M GmbH kam in den ersten neun Monaten auf 148'510 Fahrzeuge (-6,1 %). Bemerkenswert: Im schrumpfenden chinesischen Markt blieb das M-Volumen stabil.
MINI:
MINI ist der Lichtblick im Markenportfolio: 220'247 Fahrzeuge seit Jahresbeginn bedeuten ein Plus von +6,8 %. Der BEV-Anteil liegt bei 37,2 %. Für Rückenwind sorgten die John Cooper Works Modelle und die MINI Paul Smith Edition, weitere Impulse erwartet MINI von der neuen Countryman Untamed Edition.
Ein Wermutstropfen: Im dritten Quartal allein lag MINI mit 70'712 Einheiten leicht unter Vorjahr (-2,4 %). Das Neunmonatsplus stammt also vor allem aus der ersten Jahreshälfte.
Rolls-Royce:
Die Luxusmarke lieferte von Januar bis September 3'592 Fahrzeuge aus (-12,4 %), im dritten Quartal sogar -18,0 %.
BMW Motorrad:
Bei den Zweirädern stehen 149'452 Motorräder und Scooter zu Buche (-6,1 %). Im dritten Quartal fiel das Minus mit -12,5 % deutlicher aus.
Einordnun
Die Schlagzeile «Wachstum in Europa und USA» stimmt – erzählt aber nur die halbe Geschichte. Weltweit verliert die BMW Group Volumen, vor allem wegen China, wo sich der Absatz um mehr als ein Fünftel reduziert hat.
Gleichzeitig zeigt das dritte Quartal, dass die Strategie mit der Neuen Klasse aufgeht: Der iX3 zieht den Elektroabsatz in Europa massiv nach oben, und mit dem neuen 3er und dem neuen X5 stehen die nächsten Volumenmodelle bereits in den Startlöchern. Das vierte Quartal mit dem China-Start des iX3 dürfte zeigen, ob die Neue Klasse auch im schwierigsten Markt den Unterschied machen kann.
Hinweis: Bei den Auslieferungszahlen handelt es sich um vorläufige Werte, die sich bis zur Veröffentlichung des BMW Group Berichts 2026 noch ändern können.
Quelle: BMW Group Presse-Information vom 13. Oktober 2026
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