BMW i3 und iX5: Die Einführungsangebote in der Schweiz, Deutschland und Österreich im Vergleich.

Die Neue Klasse und ihre Technik sind in zwei Modellen angekommen, die für BMW besonders wichtig sind: im elektrischen 3er und im ersten vollelektrischen X5. Wir haben die Preise und Einführungsangebote in den drei DACH-Märkten zusammengetragen und zeigen, wo sich der Einstieg lohnt.
BMW i3 (NA0): Früherer Bestellstart wegen hoher Nachfrage
Eigentlich sollte die Elektrolimousine erst im Herbst bestellbar sein. Wegen der offensichtlich hohen Kundennachfrage hat BMW den Bestellstart auf den 18. Juni 2026 vorgezogen. Als erste Version ist eine First Edition auf Basis des i3 50 xDrive erhältlich. Diese First Edition wird ausschliesslich über BMW Händler verkauft.
Technisch ist der i3 in allen drei Märkten identisch. Der elektrische Allradantrieb des i3 50 xDrive leistet 345 kW (469 PS) und 645 Nm. Die Batterie hat 108,7 kWh, die WLTP-Reichweite beträgt bis zu 906 km. Dank 800-Volt-Architektur lädt der i3 mit bis zu 400 kW und holt in zehn Minuten Strom für bis zu 423 km nach. Das Basismodell ohne First-Edition-Extras kommt im Idealfall sogar auf bis zu 912 km.
Was die First Edition mitbringt
Zur Serienausstattung der First Edition gehört das M Sportpaket mit M Aerodynamikpaket, blauer M Sportbremse und Aussenspiegelprojektion mit M Logo. Innen gibt es das exklusive Interieurdesign BMW M in Veganza und M PerformTex schwarz, aussen das Iconic Glow Exterieurpaket. In der Schweiz kommen laut Automobil Revue zusätzlich die automatische Heckklappe, eine Lenkradheizung, Multifunktionssitze vorne und das Innovationspaket mit 3-Zonen-Klimaautomatik, 3D Head-Up Display und Harman-Kardon-HiFi-System hinzu. Für die First Edition stehen sechs Aussenfarben zur Wahl.
i3-Preise im Überblick
Schweiz: i3 50 xDrive ab CHF 73'300, First Edition CHF 84'500 (beide bereits bestellbar)
Deutschland: i3 50 xDrive ab 65'900 Euro (zum Marktstart im Herbst), First Edition 75'340 Euro
Österreich: i3 50 xDrive ab 65'900 Euro, First Edition ab 75'242 Euro
Günstigere Varianten sind bereits angekündigt. Auto motor und sport rechnet mit einem 40er-Basismodell mit 235 kW (320 PS) und Hinterradantrieb für rund 58'000 Euro. Wer nicht unbedingt den Allradler braucht, kann also auch abwarten.
BMW iX5 (G65): Der erste Elektro-X5 wird am 8. Oktober bestellbar
Der iX5 ist die Elektroversion der fünften X5-Generation. Die Bestellbücher für X5 50e xDrive, X5 M60e xDrive und iX5 60 xDrive öffnen am 8. Oktober 2026. Verbrenner und Mildhybride stehen noch 2026 beim Händler, Plug-in-Hybrid und iX5 folgen Anfang 2027. Eine Wasserstoffversion ist für 2028 angekündigt.
Die Eckdaten sind beeindruckend. Zwei Elektromotoren leisten zusammen 425 kW (578 PS) und beschleunigen das SUV in 4,6 Sekunden auf Tempo 100. Die Batterie hat netto 141 kWh, die WLTP-Reichweite beträgt bis zu 845 km. An der DC-Säule lädt der iX5 mit bis zu 460 kW, von 10 auf 80 Prozent in 23 Minuten. Mit 2,7 Tonnen Anhängelast liegt er in dieser Disziplin hinter dem Elektro-Cayenne auf Platz zwei.
Serienausstattung
Eine First Edition wie beim i3 gibt es beim iX5 bisher nicht. Dafür ist die Basis bereits umfangreich: Panoramadach, Soft-Close-Türen und adaptives Fahrwerk sind serienmässig. Optional ist erstmals in einem BMW ein Beifahrer-Display erhältlich. Zum Kofferraum mit 655 bis 1'850 Litern kommt ein 53-Liter-Fach unter der Fronthaube.
iX5-Preise im Überblick
Schweiz: iX5 60 xDrive ab CHF 114'900, Bestellstart Oktober 2026, Marktstart Anfang 2027
Deutschland: iX5 60 xDrive ab 102'800 Euro, Bestellstart 8. Oktober 2026, Marktstart Anfang 2027
Österreich: Preise noch nicht publiziert, Bestellstart Oktober 2026, Marktstart Anfang 2027
In der Schweiz kostet der X5 40d xDrive ab 106'100 Franken, der Plug-in-Hybrid X5 50e ab 115'500 Franken. Der Elektro-X5 ist damit in der Schweiz günstiger als der Basisbenziner, der bei 116'100 Franken startet. In Deutschland kosten iX5 60 xDrive und X5 50e xDrive jeweils 102'800 Euro.
Die Einführungsangebote nach Land
Schweiz: Swiss Bonus und Elektro-Leasing
Die Schweizer Listenpreise sind nicht das letzte Wort: BMW Schweiz weist die Preise ausdrücklich vor Abzug des BMW Swiss Bonus aus. Beim Leasing gibt es aktuell eine Aktion für Elektromodelle: 1,9 Prozent Leasing beim Kauf eines vollelektrischen BMW. Wer gleichzeitig eine BMW Fahrzeugversicherung und eine Ratenversicherung bei Arbeitslosigkeit abschliesst, erhält 0,9 Prozent effektiven Jahreszins. Die Aktion gilt vom 1. Juli bis 30. September 2026 bei teilnehmenden Partnern, mit 48 Monaten Laufzeit und 10'000 km pro Jahr.
Wichtig: Diese Aktion endet am 30. September. Ob der i3 dazugehört und welche Konditionen ab Oktober gelten, sollte man direkt mit dem BMW Partner klären. Für den iX5 dürften zum Bestellstart eigene Konditionen kommuniziert werden.
Deutschland: Staatliche Prämie und Dienstwagenvorteil
In Deutschland spielt vor allem der Staat mit. Die Kaufprämie für Elektroautos wurde rückwirkend ab Januar 2026 wieder eingeführt. Reine Elektroautos erhalten eine Basisförderung von 3'000 Euro, insgesamt sind bis zu 6'000 Euro möglich. Voraussetzung ist ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von maximal 80'000 Euro pro Jahr, das sich pro Kind unter 18 um 5'000 Euro erhöht, maximal um 10'000 Euro. Die Förderung gilt nur für Privatpersonen.
Für Geschäftskunden zählt die Dienstwagenbesteuerung, und hier gibt es einen spannenden Unterschied zwischen i3 und iX5. Die 0,25-Prozent-Regel gilt nur für reine Elektroautos mit einem Bruttolistenpreis bis 100'000 Euro, angeschafft zwischen dem 1. Juli 2025 und dem 31. Dezember 2030. Liegt der Bruttolistenpreis darüber, erhöht sich der monatliche Ansatz auf 0,5 Prozent. Der i3 fällt also selbst als First Edition klar unter die günstige Regel. Der iX5 liegt dagegen schon ohne Extras über der Grenze, und werksseitige Sonderausstattung zählt zum Bruttolistenpreis. Für Dienstwagenfahrer ist das beim iX5 ein echter Kostenpunkt.
Dazu kommt: Neu zugelassene Elektroautos sind maximal zehn Jahre ab Erstzulassung und höchstens bis zum 31. Dezember 2035 von der Kfz-Steuer befreit.
Österreich: NoVA-frei, aber mit Stichtag
Rein elektrische PKW sind in Österreich von der NoVA befreit. Das gilt für i3 und iX5 gleichermassen. Allerdings wird seit 1. April 2025 die motorbezogene Versicherungssteuer auch auf den elektromotorischen Anteil erhoben. Sie bemisst sich nach Eigengewicht und 30-Minuten-Dauerleistung, was beim schweren iX5 spürbar ins Gewicht fällt.
Für Firmenwagen gibt es einen Stichtag. Laut EY gilt bis Ende 2026 ein Sachbezug von 0 Euro für E-Autos, ab Jänner 2027 sind 0,375 Prozent vorgesehen. Wer einen i3 noch 2026 übernimmt, fährt in einem anderen Regime als ein iX5, der erst 2027 ausgeliefert wird. Beim Vorsteuerabzug greift die Luxustangente: Über 80'000 Euro Anschaffungskosten steht kein Vorsteuerabzug zu. Beim i3 ist also ein teilweiser Vorsteuerabzug möglich, beim iX5 nach heutigem Stand nicht. Zusätzlich lockt der Öko-Investitionsfreibetrag, der für Anschaffungen zwischen 1. November 2025 und 31. Dezember 2026 22 Prozent beträgt.
Beim i3 lohnt sich der frühe Einstieg vor allem für Fans, die das M-Paket und die Top-Ausstattung ohnehin wollen: Die First Edition bündelt viel davon zu einem fairen Aufpreis. Wer sparen will, wartet auf das Basismodell oder die angekündigten 40er-Varianten. In Deutschland und Österreich sprechen Förderung und Steuerregeln für eine Entscheidung noch in diesem Jahr.
Beim iX5 ist die Schweiz der interessanteste Markt, denn hier ist der Stromer günstiger als der Basisbenziner. In Deutschland verpasst er die 100'000-Euro-Grenze für die 0,25-Prozent-Regel knapp, was für Dienstwagenfahrer relevant ist. Für Österreich warten wir noch auf die offiziellen Preise zum Bestellstart am 8. Oktober. Wir bleiben dran.
Alle Angaben ohne Gewähr. Für Detail wendet euch auch an einen BMW Partner. Für den Launch der zwei neuen Modelle wird es auch in anderen europäischen Länder attraktive Angebote geben.
BMW i3 and iX5 – Launch Offers in Switzerland, Germany and Austria Compared
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