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BMW V8 2026: Der S68-Biturbo erobert X5 und 7er zurück

  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit
Während sich BMW mit der Neuen Klasse mitten im grössten Antriebsumbruch der Firmengeschichte befindet, bleibt der V8 erstaunlich lebendig. Statt leise zu verschwinden, wird der bewährte Achtzylinder gerade fit für die Zukunft gemacht – und soll in den kommenden Modellgenerationen von X5 und 7er eine zentrale Rolle spielen. Zeit für einen genauen Blick auf den Motor, seine Update-Geschichte und seinen geplanten Einsatz.

Der S68 4,4-Liter-Biturbo Motor im Detail

Der S68 feierte sein Debüt 2022 im BMW X7 M60i und fand seither auch im 760i, im M5 (G90/G99) und im XM Verwendung. Technisch steckt einiges drin: 90 Grad Zylinderbankwinkel, zwei mittig zwischen den Bänken platzierte Turbolader, ein bankübergreifender Abgaskrümmer, elektrische VANOS-Steuerung sowie eine externe Ölkühlung mit verstärktem Kurbeltrieb. In vielen Anwendungen kommt ein 48-Volt-Mildhybrid-System mit integriertem Startergenerator hinzu, der bis zu 200 Nm an zusätzlichem Drehmoment beisteuert.


Für 2026 hat der V8 das wichtigste Update seiner Karriere erhalten: die Anpassung an die Euro-7-Norm. Der Clou dabei ist die Umstellung auf den Miller-Verbrennungsprozess, bei dem die Einlassventile länger offen bleiben und der Verdichtungstakt verkürzt wird – das senkt Schadstoffemissionen, kostet aber Leistung. Im M5 und im XM Label sinkt die reine Verbrenner-Nennleistung dadurch von 585 auf 544 PS (400 kW). Dank optimierter Software im elektrischen Teil bleibt die Systemleistung trotzdem unverändert: 727 PS beim M5, 748 PS beim XM Label. Genau diese Euro-7-taugliche 544-PS-Version des S68 dürfte künftig die Basis für weitere Anwendungen bilden.


Präzisions Motoren Manufaktur aus Österreich

Die S68 Motoren kommen aus dem BMW Group Werk Steyr in Österreich, BMWs grösstem und wichtigstem Motorenwerk. Der V8 S68 wird dort seit 2023 in einer eigens dafür eingerichteten Manufaktur-Linie gefertigt – mit über 500 Einzelteilen pro Motor, rund 8 Stunden Montagezeit und viel Handarbeit. Vorher lief der V8 im Stammwerk München vom Band, das im November 2023 aber komplett aus der Verbrennungsmotoren-Produktion ausgestiegen ist.

Auch der B58-Reihensechszylinder, der im neuen X5 G65 als Basismotor dient, hat Steyr als Leitwerk – dort werden seit Jahrzehnten die Drei-, Vier- und Sechszylinder-Aggregate der Marke gebaut.


Nach der Montage in Steyr gehen die fertigen Motoren dann an die jeweiligen Fahrzeugwerke weiter: für 7er und M5 nach Dingolfing, für X5/X7 ins BMW-Werk Spartanburg in den USA.


Einsatz im X5: vom aktuellen M60i zum neuen G65

Im aktuellen X5 (G05) ist der S68 bereits seit Jahren ein fester Bestandteil des Programms: Der X5 M60i leistet 523 PS, die Topversion X5 M Competition kommt sogar auf 617 PS. Mit dem Generationswechsel zum neuen X5 G65, dessen Produktion im August 2026 im BMW-Werk Spartanburg anläuft, ändert sich allerdings zunächst die Reihenfolge. Das Einstiegsmodell X5 40 xDrive setzt auf einen überarbeiteten 3,0-Liter-Reihensechszylinder der B58-Familie mit Mildhybrid-Unterstützung (394 PS Verbrenner-Leistung plus 17 PS aus dem E-Motor). Ergänzt wird die Palette durch Plug-in-Hybride, einen Diesel und erstmals auch den rein elektrischen iX5.


Der V8 kommt bei der neuen Generation also nicht von Anfang an, sondern als Nachschlag: Für den X5 M60 xDrive ist der weiterentwickelte 4,4-Liter-Biturbo-V8 mit milder Hybridisierung vorgesehen – vermutlich exakt jene Euro-7-Variante mit 544 PS, die bereits im M5 zum Einsatz kommt. Erlkönig-Sichtungen mit gelochten Bremsscheiben und vierflutiger Abgasanlage deuten darauf hin, dass dieses Modell erst rund ein halbes Jahr nach Produktionsstart der Baureihe folgt, Berichten zufolge frühestens im März 2027.


Und im 7er? Zwischen US-Exklusivität und Europa-Comeback

Im aktuellen 7er (G70) ist der V8 in Europa praktisch nicht erhältlich – der 760i mit S68 bleibt dem US-Markt und dem gepanzerten 7er Protection vorbehalten. Auch am Facelift, das im Juli 2026 startet, ändert sich daran zunächst nichts: Den Antriebsreigen eröffnen ein auf 313 PS erstarkter 740d xDrive sowie ein neuer 740 xDrive mit 400-PS-Reihensechszylinder, dazu zwei Plug-in-Hybride mit bis zu 612 System-PS und ein deutlich weiterentwickelter i7 mit bis zu 728 Kilometern Reichweite.


Spannend wird es erst mit Blick auf 2027: BMW hat für den 7er ausdrücklich ein leistungsstarkes M-Performance-Modell mit einem klassischen V8 angekündigt – ein direkter Konter auf die Mercedes S580 mit ihrem Mild-Hybrid-Achtzylinder. In einem vorzeitig sichtbar gewordenen Eintrag im US-Online-Shop von BMW kursierte dazu bereits die Bezeichnung M760, offiziell bestätigt ist der Name allerdings noch nicht. Branchenstimmen gehen davon aus, dass auch hier der Euro-7-konforme S68 mit 544 PS zum Zug kommen dürfte, kombiniert mit einem 48-Volt-Bordnetz oder sogar einer Plug-in-Hybrid-Lösung.


2026 ist vor allem das Jahr, in dem der S68 selbst seinen grössten Umbau erlebt: Mit dem Miller-Zyklus wird er Euro-7-fähig, ohne dass die Systemleistung in seinen aktuellen Anwendungen leidet. Der eigentliche V8-Auftritt in den neuen Modellgenerationen folgt mit leichter Verzögerung – beim X5 G65 voraussichtlich 2027 mit dem M60, beim 7er ebenfalls 2027 mit einem M-Performance-Modell für den europäischen Markt. Für alle, die geglaubt hatten, der Achtzylinder sei bei BMW auf dem Rückzug, ist das eine gute Nachricht: Der V8 bleibt länger im Programm, als es die Elektrifizierungsstrategie zunächst vermuten liess.

Meine Blog Artikel erstelle ich aus folgenden Quellen und Hilfsmittel:

Quellen: BMW Press Group, Google, Instagram, Erfahrungen aus dem Auto Gewerbe

Hilfsmittel: Für die Grammatik der Texte nutze ich Google Gemini und Claude

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