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460 kW: Der BMW iX5 zeigt in Kalifornien, wie schnell Laden 2026 sein kann.

vor 11 Minuten
3 Min. Lesezeit

Zehn Minuten Kaffeepause, 363 Kilometer mehr Reichweite. Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction klang, hat BMW diese Woche in Laguna Hills, Südkalifornien, vor internationalen Medien vorgeführt. Der neue BMW iX5 60 xDrive zog dort an einer Ladesäule mit bis zu 460 kW Strom. Möglich gemacht haben das zwei Partner: das nordamerikanische Ladenetz IONNA und der Südtiroler Ladesäulen-Spezialist Alpitronic.


Gen6: Das Herz hinter der Rekord-Ladeleistung

Der erste vollelektrische X5 ist das zweite Modell nach dem iX3, das auf die sechste Generation der BMW eDrive-Technologie setzt. Im Zentrum steht eine 800-Volt-Architektur mit komplett neuen Hochvoltbatterien. Statt der prismatischen Zellen der Gen5 verbaut BMW nun zylindrische Rundzellen, die im Vergleich rund 20 Prozent mehr Energie auf gleichem Volumen unterbringen.

Dazu kommen überarbeitete, effizientere E-Maschinen und bidirektionales Laden. Das Auto kann also nicht nur Strom aufnehmen, sondern ihn auch wieder abgeben.


Die Zahlen, die zählen

  • Maximale DC-Ladeleistung: bis zu 460 kW

  • Reichweitengewinn: bis zu 363 km in 10 Minuten (WLTP)

  • Batteriekapazität: 141 kWh netto

  • 10 auf 80 Prozent: nur 22 Minuten


Rechnen wir kurz nach: In diesen 22 Minuten fliessen knapp 99 kWh in den Akku. Das entspricht einer durchschnittlichen Ladeleistung von rund 270 kW über das gesamte Fenster. Gerade dieser Durchschnittswert ist im Alltag entscheidender als die Spitzenleistung. Er zeigt, dass der iX5 die hohe Leistung nicht nur kurz anreisst, sondern lange halten kann. Und das bei einer Batterie, die grösser ist als bei den meisten Konkurrenten.


Warum gleich drei Partner?

Ein schnelles Auto allein reicht nicht. Die Ladesäule muss mithalten, und das Netz muss zuverlässig funktionieren. Genau hier setzt die Kooperation an.


IONNA ist ein Joint Venture von acht Autoherstellern: BMW, General Motors, Honda, Hyundai, Kia, Mercedes-Benz, Stellantis und Toyota. Das Ziel ist ein Ladenetz in Nordamerika, das vor allem eines ist: verlässlich. Dafür setzt IONNA auf strenge Interoperabilitätstests und auf sogenannte «Rechargeries», also durchdacht gestaltete Ladestandorte mit Komfort statt Parkplatz-Tristesse.


Alpitronic aus Bozen lieferte die Hardware für die 460-kW-Demonstration. Das 2009 gegründete Unternehmen hat weltweit über 125'000 Ladepunkte installiert, die zusammen mehr als 223 Millionen Ladevorgänge abgewickelt haben. Wer in Europa regelmässig schnell lädt, ist mit grosser Wahrscheinlichkeit schon an einem Alpitronic-Hypercharger gestanden. Mit BMW verbindet Alpitronic eine langjährige Partnerschaft.


Die Botschaft aller drei Partner ist dieselbe: Fahrzeug und Ladeinfrastruktur müssen sich gemeinsam weiterentwickeln. Sonst bleibt die beste Batterietechnik nur ein Datenblatt-Wert.


Der Haken: Noch ist es eine Vorführung

So beeindruckend die Zahlen sind, eine Einordnung gehört dazu. Die Partner stellen selbst klar, dass die 460-kW-Säule eine Technologievorführung ist und keine Hardware, die aktuell in den USA erhältlich ist. An den heute verbreiteten Schnellladern mit typischerweise 150 bis 400 kW wird der iX5 seine Spitzenwerte also noch nicht ausspielen können.


Das ist allerdings weniger ein Makel als ein Ausblick. BMW baut den iX5 so, dass er für die nächste Generation von Ladesäulen bereit ist, statt von ihr ausgebremst zu werden.


Was bedeutet das für die Schweiz?

IONNA ist ein reines Nordamerika-Projekt. Alpitronic hingegen ist auch hierzulande an zahlreichen Schnellladestandorten vertreten. Sobald leistungsstärkere Säulen in Europa ausgerollt werden, profitieren iX5-Fahrer direkt davon. Und auch an bestehenden 300- oder 400-kW-Säulen dürfte die Gen6-Batterie dank ihres hohen Durchschnittsniveaus kurze Ladestopps ermöglichen. Für Langstrecken etwa über den Gotthard oder in die Westschweiz ist das ein starkes Argument.


Mit dem iX5 60 xDrive macht BMW klar, dass das Thema Laden kein Kompromiss mehr sein soll. 460 kW Spitze, 22 Minuten von 10 auf 80 Prozent und eine 141-kWh-Batterie: Der elektrische X5 setzt die Messlatte im Premium-SUV-Segment hoch. Jetzt ist die Infrastruktur am Zug.


Meine Blog Artikel erstelle ich aus folgenden Quellen und Hilfsmittel:

Quellen: BMW Press Group, Google, Instagram, Erfahrungen aus dem Auto Gewerbe

Hilfsmittel: Für die Grammatik der Texte nutze ich Google Gemini und Claude

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