BMW Group weitet Bilddatenerhebung aus Kundenfahrzeugen aus: Mehr Sicherheit dank realer Verkehrsdaten.

Die BMW Group geht bei der Weiterentwicklung ihrer Fahrerassistenzsysteme einen weiteren Schritt: Ab Mitte September 2026 sammelt der Münchner Hersteller ereignisbezogene Bild- und Sensordaten aus Kundenfahrzeugen in ganz Europa – natürlich nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Fahrzeughalter und unter strikter Einhaltung des europäischen Datenschutzrechts.
Worum es geht
Simulationen und Testfahrten mit der eigenen Erprobungsflotte bringen BMW nur bis zu einem gewissen Punkt. Was sich damit nicht vollständig abbilden lässt, sind die unzähligen Grenzfälle des realen Strassenverkehrs. Genau hier setzt die erweiterte Datenerhebung an: Reale Verkehrssituationen aus Kundenfahrzeugen liefern der BMW Group wertvolles Trainingsmaterial für maschinelles Lernen, mit dem Fahrerassistenzsysteme und teilautomatisierte Fahrfunktionen laufend verbessert werden.
Betroffen sind Fahrzeuge der neuen Modellgeneration mit der dafür nötigen Sensorik und Datenverarbeitungsarchitektur – konkret der neue BMW iX3, der i3, der X5 sowie der 7er, dazu alle nachfolgenden neuen Modelle und Modell-Updates. Über Software-Updates profitieren Kundinnen und Kunden anschliessend selbst wieder von den daraus gewonnenen Verbesserungen – ganz ohne Werkstattbesuch, over-the-air.
Nur in relevanten Situationen, nur mit Zustimmung
Wichtig ist: Es wird nicht permanent alles aufgezeichnet. Die Datenerhebung ist strikt ereignisbasiert und beschränkt sich auf Situationen, in denen Assistenzsysteme einen besonders grossen Nutzen haben können – etwa wenn ein Spurwechselassistent eine Kollision auf der Autobahn verhindert, der Notbremsassistent eingreift, oder wenn der Mensch selbst stark bremst oder ausweichen muss.
Ab Mitte September kommen dazu noch Videodaten hinzu, die als Ergänzung zu den bisherigen Sensordaten erhoben werden können – limitiert auf maximal 120 Sekunden pro Ereignis, und ausschliesslich dann, wenn die entsprechende Einwilligung vorliegt.
Privacy-by-Design als Grundprinzip
BMW betont, dass beim gesamten Prozess konsequent auf Datenschutz geachtet wird:
Die Fahrzeugidentifikationsnummer wird direkt nach der Übertragung ins BMW IT-Backend gelöscht – eine Zuordnung zu einem bestimmten Fahrzeug ist danach nicht mehr möglich.
Eine Identifikation einzelner Verkehrsteilnehmer findet zu keinem Zeitpunkt statt.
Müssen berechtigte Mitarbeitende im Rahmen der Entwicklung auf einzelne Aufnahmen zugreifen, werden Gesichter und Kennzeichen anderer Verkehrsteilnehmer – soweit technisch möglich – vor der Wiedergabe unkenntlich gemacht.
Auf einer eigens eingerichteten Webseite informiert die BMW Group ausführlich über die entsprechenden Datenschutzhinweise.
Warum das relevant ist
Für die Neue Klasse und die kommenden Modelle ist Software-definiertes Fahren ein zentrales Verkaufsargument – und funktionierende, laufend besser werdende Assistenzsysteme sind ein wesentlicher Teil davon. Reale Fahrdaten aus Millionen von Kilometern im Alltag lassen sich durch keine Testflotte der Welt ersetzen. Gleichzeitig zeigt der Umgang mit dem Thema, wie sehr Datenschutz mittlerweile von Anfang an mitgedacht werden muss, wenn ein Hersteller solche Systeme europaweit ausrollen will.
Für BMW-Kundinnen und -Kunden mit einem der genannten Modelle bedeutet das konkret: Wer der Datenerhebung zustimmt, leistet einen aktiven Beitrag zur Sicherheit im Strassenverkehr – und profitiert selbst über künftige Software-Updates von den daraus entwickelten Verbesserungen.
Quelle: BMW Group Unternehmenskommunikation, Presse-Information vom 7. September 2026
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Quellen: BMW Press Group, Google, Instagram, Erfahrungen aus dem Auto Gewerbe
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