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Ladeapps im Vergleich: So findest du in der Schweiz und in Deutschland den passenden Ladestrom

  • 23. Juli
  • 3 Min. Lesezeit
Wer mit einem elektrischen BMW oder MINI unterwegs ist – ob i4, iX, iX3, MINI Cooper Electric oder Aceman – kommt am Thema Ladeapps nicht vorbei. Die Zeiten, in denen eine einzige App oder Karte für ganz Europa gereicht hätte, sind noch nicht angebrochen. Stattdessen tummeln sich in der Schweiz und in Deutschland Dutzende Anbieter mit unterschiedlichen Tarifmodellen, Netzabdeckungen und App-Qualitäten. Wir bringen Ordnung ins Chaos.

Drei Kategorien, ein Prinzip

Bevor es an die einzelnen Namen geht, lohnt sich ein Blick auf die Grundstruktur. Ladeapps lassen sich grob in drei Gruppen einteilen:


  • Roaming-Apps übernehmen Abrechnung und Netzzugang. Man schliesst einen Vertrag oder registriert sich, und kann anschliessend an vielen verschiedenen Ladesäulen laden. Beispiele: EnBW mobility+, Swisscharge, MOVE.

  • Preis-Apps vergleichen die Tarife verschiedener Anbieter an einer bestimmten Säule, ohne selbst Vertragspartner zu sein. Beispiel: Chargeprice.

  • Planungs-Apps berechnen die komplette Route inklusive Ladestopps, Verbrauch und Topografie. Das Paradebeispiel ist A Better Routeplanner (ABRP).


Die meisten erfahrenen E-Auto-Fahrer kombinieren mehrere Apps – eine zum Bezahlen, eine zum Vergleichen, eine zum Planen.


Deutschland: EnBW als Platzhirsch, Ionity fürs Schnellladen

In Deutschland hat sich EnBW mobility+ als eine der zuverlässigsten Allround-Apps etabliert. Die Abdeckung in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist stark, die Abrechnung unkompliziert, und CarPlay wird gut unterstützt. Wer regelmässig auf der Autobahn lädt, kommt zudem an Ionity kaum vorbei – das Schnellladenetz der Autohersteller-Allianz deckt viele Raststätten ab und lohnt sich mit einem Abo ab einer gewissen Ladehäufigkeit.


Daneben gibt es die klassischen Energiekonzern-Apps wie Shell Recharge oder MAINGAU, die oft mehr Funktionen bieten als die Ladeapps der Autohersteller selbst. Auch Elli von Volkswagen ist inzwischen markenübergreifend nutzbar. Seit Anfang 2026 gilt in Deutschland zudem die Pflicht zum Ad-hoc-Bezahlen mit Kredit- oder Debitkarte direkt an jeder öffentlichen Schnellladesäule – praktisch als Absicherung, falls die App einmal streikt.


Schweiz: Swisscharge als Heimvorteil, MOVE und evpass als Alternativen

In der Schweiz positioniert sich Swisscharge klar als grösstes einheimisches Ladenetz – ganz ohne Abo oder Grundgebühr, abgerechnet wird pro Ladevorgang. Für alle, die hauptsächlich innerhalb der Landesgrenzen unterwegs sind, ist das ein einfacher und günstiger Einstieg. Wer regelmässig über die Grenze fährt, braucht allerdings meist eine zweite App, da die internationale Abdeckung von Swisscharge begrenzt ist.


MOVE (inklusive des Partners CKW) und evpass gehören ebenfalls zu den grossen Schweizer Namen, unterscheiden sich aber teils deutlich in der Preisstruktur – MOVE etwa mit einer eher zeitbasierten Komponente beim Schnellladen. Auch der TCS eCharge und Angebote wie GoFast oder Plug'n Roll tauchen an vielen Autobahnraststätten auf. Die Preisspannen können dabei erheblich sein: Ein Ladevorgang an derselben Art von Schnelllader kann je nach Anbieter zwischen rund 30 und über 45 Franken kosten, je nachdem ob man die «richtige» Karte oder App zur Hand hat.


Die App-übergreifenden Alltagshelfer

Zwei Namen tauchen im DACH-Raum in praktisch jedem Vergleich auf, unabhängig vom Land:


  • Chargeprice – zeigt an, welcher Anbieter an einer bestimmten Säule gerade am günstigsten ist, ganz ohne eigenen Vertrag.

  • A Better Routeplanner (ABRP) – die Referenz für Langstreckenplanung, mit Fahrzeuganbindung, Live-Daten und über 800'000 hinterlegten Ladepunkten in Europa. Wer öfter in den Urlaub fährt, kommt an ABRP kaum vorbei, auch wenn die vollen Funktionen ein Premium-Abo voraussetzen.


Ergänzend punktet Chargemap durch seine grosse europäische Community mit Bewertungen und Fotos – besonders wertvoll dort, wo offizielle Apps wenig Informationen liefern, etwa in ländlichen Regionen abseits der Autobahn.


Und was bietet BMW selbst?

Wer einen elektrifizierten BMW oder MINI fährt, hat mit BMW Charging beziehungsweise MINI Charging ohnehin eine herstellereigene Lösung mit an Bord, direkt integriert in die My BMW App. Über 840'000 Ladepunkte in Europa sind darüber zugänglich, Start und Bezahlung laufen wahlweise über die App, die BMW Charging Card oder Plug & Charge. Der kostenlose «Flex»-Tarif eignet sich für Gelegenheitslader, während der «Active»-Tarif mit monatlicher Grundgebühr feste Preise bei ausgewählten Partnern und bei Ionity bietet – für Vielfahrer kann sich das je nach Ladehäufigkeit lohnen. In den USA bekommen BMW- und MINI-Fahrer aktuell sogar 20 Prozent Rabatt an IONNA-Ladestationen, automatisch aktiviert über Plug & Charge oder die App.


Die eine App gibt es nicht

Egal ob Schweiz oder Deutschland – wer sein Ladeerlebnis optimieren will, kommt um eine Kombination aus mehreren Apps kaum herum. Für den Alltag reicht meist eine lokale Roaming-App wie Swisscharge oder EnBW mobility+, für die Reiseplanung lohnt sich zusätzlich ABRP, und wer den besten Preis sucht, wirft vor dem Ladestopp noch kurz einen Blick in Chargeprice. My-BMW-App-Nutzer haben mit BMW respektive MINI Charging ohnehin schon eine solide Basis mit an Bord – als Backup für unterwegs schadet eine zweite App trotzdem nie.

Meine Blog Artikel erstelle ich aus folgenden Quellen und Hilfsmittel:

Quellen: BMW Press Group, Google, Instagram, Erfahrungen aus dem Auto Gewerbe

Hilfsmittel: Für die Grammatik der Texte nutze ich Google Gemini und Claude

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