BMW M3 G84: Neue Erlkönig-Bilder verraten Details zum kommenden Über-Dreier
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Vom Nürburgring gibt es frische Erlkönig-Aufnahmen des kommenden BMW M3 G84 – und die liefern einige spannende Erkenntnisse zur nächsten Generation des Kult-Sportlers.
3.0-Liter-Reihensechszylinder mit Mild-Hybrid
Unter der camouflierten Haube arbeitet weiterhin ein 3.0-Liter-Reihensechszylinder, diesmal ergänzt um eine Mild-Hybrid-Komponente. Mike Reichelt, Head of Neue Klasse bei BMW, bezeichnet das Aggregat als «neuen Typ Sechszylinder» – ein Hinweis darauf, dass es sich nicht einfach um eine Weiterentwicklung des aktuellen S58 handelt, sondern um eine grundlegend überarbeitete Konstruktion. Berichten zufolge handelt es sich um ein 48-Volt-Mildhybrid-System, bei dem ein Elektromotor direkt in die 8-Gang-Automatik integriert ist. Die Leistung soll bei rund 525 PS liegen – eine echte Steckdosen-Ladung (Plug-in) ist beim G84 nicht vorgesehen, ebenso wenig wie ein Handschalter oder Hinterradantrieb.
Zwei Plattformen, ein Gesicht
Der M3 G84 wird gemäss den Beobachtungen sowohl als Verbrenner als auch als vollelektrische Variante auf zwei unterschiedlichen Plattformen aufgebaut. Der elektrische M3 (Codename ZA0) soll bereits im März 2027 auf Basis der Neue-Klasse-Plattform in Produktion gehen, mit vier Motoren und einer Leistung im Bereich von 800 bis 900 PS. Der Verbrenner-M3 G84 folgt rund ein Jahr später, im Sommer 2028, weiterhin auf der bewährten CLAR-Architektur. BMW baut damit erstmals in der Geschichte des M3 zwei komplett unterschiedliche Modelle parallel.
Wahrscheinlich nur noch Automatik
Die Erlkönige nähren Spekulationen, dass der M3 G84 ausschliesslich mit Automatikgetriebe angeboten wird. Ein Handschalter scheint damit endgültig aus dem Programm zu verschwinden – für viele Puristen ein wehmütiger Moment.
Endrohr-Layout bleibt vertraut
Optisch orientiert sich das Heck am aktuellen G80: Das Endrohr-Layout wurde offenbar unverändert übernommen. Die aufgesetzten, breiteren Radkästen des Erlkönigs gelten allerdings noch nicht als final und dürften sich bis zur Serienreife noch verändern.
Naturfaser statt Carbon
Ein weiteres Detail sorgt für Diskussionen in der Community: Erstmals soll BMW beim M3 grossflächig auf Naturfaser- statt auf klassische Carbonteile setzen – ein Schritt, der sowohl Gewichts- als auch Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen dürfte.
Und der M4? Ungewisse Zukunft für das Coupé
Während beim M3 die Roadmap inzwischen klar ist – Elektro (ZA0) ab 2027, Verbrenner (G84) ab 2028 – sieht es beim M4 deutlich unklarer aus. Der aktuelle G82 läuft in den USA bereits im Modelljahr 2027 aus, 2028 kommt kein neues Modelljahr mehr. Ein direkter Verbrenner-Nachfolger ist bislang in keiner BMW-internen Planungsübersicht aufgetaucht.
Der Grund: Der neue 4er als Coupé-Pendant zum kommenden G50 3er ist offenbar nicht mehr vorgesehen. Ohne einen klassischen 4er als Basis würde sich eine eigenständige Verbrenner-Plattform für einen neuen M4 kaum mehr rechnen. Es sieht daher stark danach aus, dass BMW den aktuellen Modellzyklus bewusst verlängert, um sich Zeit für einen Entscheid zu verschaffen.
Was hingegen fix eingeplant ist: ein rein elektrischer i4-Nachfolger, dessen Produktionszeitraum bereits mit Juli 2028 bis Oktober 2036 beziffert wird. Insider gehen davon aus, dass die nächste M4-Generation – sofern sie kommt – ausschliesslich elektrisch sein wird, unter dem vermuteten Codenamen ZA2, aufbauend auf derselben Neue-Klasse-Plattform wie der elektrische i4. Ein Marktstart wird frühestens für 2029 erwartet, also rund ein Jahr nach dem elektrischen i4.
Damit würde sich das bisherige Muster erstmals durchbrechen: M3 und M4 kamen bislang stets als Zwillingspaar mit Limousine und Coupé auf Basis derselben Technik. Käufer, die auch künftig ein zweitüriges M-Coupé mit Verbrennungsmotor wollen, dürften sich also nach Alternativen umsehen müssen – zumindest, bis BMW definitiv entscheidet, ob und wie ein M4 weiterlebt.
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