Neue Klasse beschleunigt: Warum die 2-Millionen-Marke für BMW ein Umsatztreiber ist.
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BMW tritt bei der Elektrifizierung aufs Gaspedal – und für den Konzern steht dabei weit mehr auf dem Spiel als nur Image. Seit dem Verkaufsstart des allerersten BMW i3 Ende 2013 hat die BMW Group weltweit zwei Millionen rein elektrische Fahrzeuge (BEV) an Kundinnen und Kunden übergeben.
Rechnet man die Plug-in-Hybride dazu, stehen seit 2013 rund 3,5 Millionen elektrifizierte Fahrzeuge in Kundenhand. Im ersten Halbjahr 2026 war weltweit bereits mehr als jedes vierte verkaufte Fahrzeug elektrifiziert. Für BMW ist das nicht nur eine Meilenstein-Meldung, sondern ein handfestes Absatz- und Umsatzsignal: Die Neue Klasse verkauft sich – und sie tut es in einem Tempo, das für die Zukunft des Konzerns entscheidend ist.
Der iX3 als Zugpferd für Absatz und Umsatz
Den grössten Anteil an dieser Entwicklung hat aktuell der BMW iX3, das erste Modell der Neuen Klasse. In Europa legte der BEV-Absatz im zweiten Quartal 2026 dank der wachsenden Verfügbarkeit des iX3 um 38 Prozent auf 81'445 Einheiten zu. Im ersten Halbjahr 2026 lag der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge am europäischen Gesamtabsatz bei rund 28 Prozent. Seit der Weltpremiere war europaweit jedes dritte bestellte vollelektrische BMW-Fahrzeug ein iX3 – innerhalb der X3-Familie entscheidet sich inzwischen sogar jeder zweite Kunde für die elektrische Variante. Der Meilenstein von 100'000 Auftragseingängen für den iX3 steht laut BMW unmittelbar bevor. Jeder dieser Auftragseingänge zahlt direkt auf den Umsatz ein, den BMW aus der Neuen Klasse generiert – und genau darin liegt die eigentliche Bedeutung für den Konzern.
Als zweimillionstes vollelektrisches Fahrzeug lief übrigens ein BMW i5 M60 xDrive vom Band in Dingolfing und ging an einen Kunden in Spanien.
i3-Serienproduktion ist gestartet
Parallel dazu hat das BMW Group Werk München im August die Serienproduktion des neuen BMW i3 aufgenommen, dem zweiten Modell der Neuen Klasse. Die Nachfrage ist bereits kurz nach dem vorgezogenen Bestellstart hoch, was München eine entsprechend steile Anlaufkurve beschert – ein weiteres Volumenmodell, das die Verkaufszahlen und damit den Umsatz der Neuen Klasse zusätzlich absichert.
Wachstumstreiber: Die nächste Modell-Welle rollt an
Für BMW ist klar: Die Dynamik lässt sich nur halten, wenn dem Markt laufend neue Neue-Klasse-Modelle nachgeliefert werden. Genau das forciert der Konzern aktuell auf mehreren Ebenen:
BMW i3 Touring: Der Kombi-Ableger der i3-Limousine ist für 2027 angekündigt und wird bereits auf der Nordschleife erprobt. Bislang galt ein Marktstart im dritten oder vierten Quartal 2027 als wahrscheinlich. Gerüchten zufolge soll der Verkaufsstart nun jedoch um rund zwei Quartale vorgezogen werden – der Touring könnte damit bereits im ersten Halbjahr 2027 zu den Händlern rollen. Offiziell bestätigt ist das noch nicht, würde aber zum Muster passen, das BMW bereits beim i3 gezeigt hat: Auch dort wurde der Bestellstart wegen der hohen Nachfrage kurzfristig vorgezogen. Als klassisch beliebte Karosserieform bei Geschäftskunden und Familien würde ein früherer Marktstart dem Absatz- und Umsatzbeitrag des Touring zusätzlichen Schub verleihen.
BMW iX4: Das elektrische SUV-Coupé auf iX3-Basis (intern NA7) läuft ab November 2026 im Werk Debrecen vom Band, die 40 xDrive- und 50 xDrive-Versionen kommen als Modelljahr 2027 auf den Markt, der M60 xDrive folgt im März 2027. Mit einem Einstiegspreis oberhalb des iX3 erschliesst BMW damit ein zusätzliches, margenstärkeres Marktsegment.
Weitere Ableger: Mit dem 3er-Nachfolger, einem möglichen iX3 M sowie weiteren Neue-Klasse-Modellen bis 2027 baut BMW das Angebot systematisch aus, um in möglichst vielen Segmenten gleichzeitig präsent zu sein.
Jedes dieser Modelle verlängert die Verkaufsbasis der Neuen Klasse und verringert die Abhängigkeit von einem einzelnen Fahrzeug – ein wichtiger Faktor, um die aktuelle Absatzdynamik nicht nur zu halten, sondern weiter zu beschleunigen.
Der Verbrenner-3er sichert die Umsatzbasis ab
Während sich die Neue Klasse auf die Elektrifizierung konzentriert, sorgt BMW parallel dafür, dass auch das klassische Verbrenner-Geschäft nicht ins Hintertreffen gerät. Der neue 3er (G50) übernimmt zwar die Formensprache und einzelne technische Elemente der Neuen Klasse, bleibt aber technisch auf der bewährten CLAR-Plattform und wird weiterhin mit Benzin-, Diesel- und mildhybridisierten Antrieben angeboten. Die Serienproduktion soll im November 2026 anlaufen, der Marktstart der ersten Versionen – 318, 320, 330 xDrive und M350 xDrive – wird rund um den Jahreswechsel 2026/2027 erwartet. Weitere Varianten wie der 330e als Plug-in-Hybrid folgen 2027.
Für den Konzern ist das mehr als nur Modellpflege: Der 3er ist seit Jahrzehnten das umsatzstärkste Volumenmodell der Marke, und ein Grossteil der weltweiten Kundschaft ist noch nicht bereit, direkt auf ein reines Elektrofahrzeug umzusteigen. Indem BMW den Verbrenner-3er in der gleichen Design- und Technologiesprache wie den i3 auf den Markt bringt, sichert der Konzern diese Umsatzbasis ab, während gleichzeitig die elektrische Neue Klasse wächst – zwei Standbeine, die sich in der Übergangsphase gegenseitig stützen, statt sich Kundschaft streitig zu machen.
MINI: Das nächste Umsatzpotenzial der Neuen Klasse
Bislang ist die Neue Klasse vor allem ein Thema der Kernmarke BMW – doch das dürfte sich mittelfristig ändern. Die BMW Group hat bereits bestätigt, dass die technologische Basis der Neuen Klasse, insbesondere die sechste Generation der eDrive-Technologie (Gen6) mit 800-Volt-Architektur, neuen Rundzellen-Batterien, rund 30 Prozent höherer Ladegeschwindigkeit und mehr als 30 Prozent grösserer Reichweite, nicht nur BMW, sondern auch Rolls-Royce und MINI zugutekommen soll. Für die nächste Generation der elektrischen MINI-Modelle wird sogar ein Wechsel vom bisherigen Frontantrieb zu Heck- beziehungsweise Allradantrieb diskutiert – ein Novum für die Marke, die seit den 1960er-Jahren auf Frontantrieb setzt.
Da MINI Cooper, Aceman und Countryman erst 2023/2024 komplett erneuert wurden, ist bis Ende 2027 zwar noch keine grössere Modelloffensive zu erwarten. Genau darin liegt aber das Potenzial für BMW: Sobald MINI in den kommenden Jahren auf die Neue-Klasse-Technologie umgestellt wird, kann der Konzern die bereits entwickelte, margenträchtige Plattform ein weiteres Mal über eine komplette Modellfamilie amortisieren – zusätzliches Volumen und Umsatz, ohne dass die Entwicklungskosten der Neuen Klasse ein zweites Mal anfallen. Für die langfristige Rentabilität der Neue-Klasse-Investition ist das ein Faktor, den man nicht unterschätzen sollte.
Jochen Goller, im BMW-Vorstand zuständig für Kunde, Marken und Vertrieb, bringt die Bedeutung der Zahlen auf den Punkt: Die zwei Millionen verkauften BEVs würden zeigen, wie sehr die elektrischen BMW- und MINI-Modelle die Kundschaft weltweit begeistern – und die Neue Klasse sei der entscheidende Hebel für den weiteren Hochlauf der Elektromobilität in der BMW Group.
Einordnung
Für uns als BMW-Beobachter ist das mehr als nur eine Meilenstein-Meldung: Es ist der Beweis, dass die Neue Klasse nicht nur auf dem Papier oder an der Design-Front überzeugt, sondern sich auch in den Verkaufszahlen niederschlägt. Mit iX3 und i3 stehen erst zwei von vielen angekündigten Modellen im Markt. Kommen i3 Touring, iX4 und die weiteren Ableger wie geplant dazu, dürfte BMW die aktuelle Wachstumskurve nicht nur halten, sondern spürbar beschleunigen – mit entsprechend positiven Effekten auf Absatz und Umsatz des Konzerns. Und mit MINI wartet mittelfristig noch eine ganze Marke darauf, von der Neuen Klasse zu profitieren.
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Quellen: BMW Press Group, Google, Instagram, Erfahrungen aus dem Auto Gewerbe
Hilfsmittel: Für die Grammatik der Texte nutze ich Google Gemini und Claude




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